Cocooning – Das Zuhause verschönern und geniessen

Cocooning ist kein neuer Trend. Seit den achtziger Jahren ist dieser bekannt. Die Covid-19 Pandemie hat diesen Trend verstärkt, beziehungsweise neue aufkommen lassen. Cocooning hat Einfluss auf unser Wohnverhalten, die Gesellschaft und auf die Wirtschaft.

Von wo kommt Cocooning?

Cocooning ist ein englischer Begriff und bedeutet „sich in einen Kokon einzuspinnen“. Der Begriff Cocooning wurde 1981 von der Trendforscherin Faith Popcorn zum ersten Mal verwendet. Als sich die Menschen in die eigenen vier Wände und in das Privatleben zurückzogen. Der Grund für diesen Rückzug war damals, dass in vielen Wohnungen das TV-Gerät in den Wohnräumen Einzug hielt. Cocooning bedeutet, dass die Menschen weniger ausgehen, von Zuhause aus arbeiten und dadurch weniger auswärts ausgeben.

Ich habe diesen Bergriff zum ersten Mal an meinen Abschluss-Prüfungen zum Detailhandelsspezialist im 2005 gehört. Seit der Pandemie ist mir dieser wieder präsent. Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, diesen Blog-Beitrag zu schreiben.

Cocooning-Effekt während der Covid-19 Pandemie

Der Cocooning-Effekt hat während der Covid-19 Pandemie wieder voll eingeschlagen. Nicht freiwillig mussten wir unsere Kontakte beschränken und viel Zeit Zuhause verbringen. Von diesem Effekt profitieren momentan im Konsumbereich TV-Hersteller, Möbelhäuser und der Lebensmittelhandel. Aber auch der Bau profitiert. Denn die freien Gelder werden in der Krise in Dinge investiert, die den Wohlfühlfaktor steigern. Im Baubereich haben viele Haus- und Wohnungseigentümer während der Pandemie, das Geld anstatt für Ferien mit der Familie im Ausland, für eine Sanierung gespart. Dieses wird nun investiert, zum Beispiel in ein neues Bad, neue Fliesen oder für eine ökologischere Heizung.

Die neue Lagerfeuermentalität

Die Menschen zogen sich zurück in die Heimeligkeit. Chillen im eigenen Heim wie vor einem Lagerfeuer, mit der Familie und manchmal sogar mit Freunden. Positive Werte wie familiären Zusammenhalt, Innigkeit und Geborgenheit, war sofort wichtig. Warum nicht das Beste aus der Lage machen und die eigenen vier Wände hübsch gestalten? Dann macht auch das Homeoffice noch mehr Freude. Auch bei den Farben zeigte sich dieser Trend. Brauntöne kamen in Mode und wurde oft von den Konsumenten bei der Inneneinrichtung verwendet.

Trend zum Co-Living

Wer während dem Lockdown die Zeit alleine in einer Wohnung verbringen musste, denkt heute über das gemeinsame Wohnen nach. Der Wunsch nach Co-Living ist hoch und ein Trend, der in den nächsten Jahren anhalten wird.

Fazit

Cocooning ist nichts Neues. Es kommt immer wieder als Trend hoch, wenn wir uns auf unser Zuhause fokussieren. Das letzte Mal vor der Pandemie war Cocooning in den USA nach den Terroranschlägen aufgekommen.

Live Shopping – Social Commerce

Live Shopping ist ein neuer Trend im Social Commerce. Diese kommt aus China und ist dort sehr beliebt. Erfunden hat es das chinesische Unternehmen Alibaba. Damit hat Alibaba den Nerv der Zeit von den chinesischen Verbrauchern getroffen. Denn auch in China gibt es ein Überangebot von Waren. Zudem möchte der Kunde beim Shopping unterhalten werden. Für das hat Alibaba die Livestreaming-Plattform Taobao Live entwickelt. Diese Plattform ist eine Mischung aus QVC, Facebook live und einer E-Commerce-Plattform. Mit live Shopping entsteht ein neuer Trend, der das klassische Teleshopping vom TV ablösen wird. Man kann auch sagen, es ist eine neue Ära nach dem Influencer Marketing auf Social Media entstanden.

Was ist Live Shopping?

Bei live Shopping können, Content Creators, Influencer und Unternehmen, Produkte direkt über den Social-Media-Kanal während einer Live-Übertragung verkaufen. Es funktioniert ähnlich wie auf dem klassischen Teleshopping Kanal im TV. Nur deutlich interaktiver und eben digital. Denn der Host einer Show kann auf die Wünsche der Konsumenten bei der Produkte-Präsentation eingehen. Diese können zum Beispiel sein, er reagiert auf Fragen oder zeigt das Produkt in einem anderen Licht. So ist live Shopping ähnlich wie ein Shopping Tag im stationären Handel mit Freunden. Einfach bequem von überall aus wo man möchte.   

Der Vorteil von Live Shopping

Auf den Social Media-Kanälen sollen sich mögliche Kunden nicht nur inspirieren lassen, sondern dort direkt Waren einkaufen können. Direkt heisst, der Kunde muss Social Media beziehungsweise die Customer Journey nicht verlassen, um den Artikel in einem Online-Shop zu bestellen. Es vereinfacht den Einkaufsprozess für die Kunden. Kein Code ist nötig. Für das Unternehmen wird es auch einfacher, das heisst es muss nicht unbedingt ein eigenes online Shop System betreiben werden. Zudem gibt es Sicherheit, dass der Kunde sofort nur bei ihm kauft und nicht bei einem Konkurrenten. Des bringt Influencern, Content Creators oder auch Unternehmen in vielerlei Hinsicht grosses Potenzial. Es wird die Reichweite von Marken und Produkten bei potenziellen Konsumenten gesteigert. Eine echte Win-win-Situation für beide Seiten.

Was macht Live Shopping interessant für die Kunden?

Kunden interessieren Produkt-Tutorials oder How-To’s. Auch interessant sind spontane Live-Sessions mit Flash Sales oder Überraschungspräsentationen. Möglich ist auch ein Special Guest als Host der Live-Session im Sinne von Cross-Promotions mit anderen Influencern, Content Creators und Marken

Weitere Ausbau Möglichkeiten von Live Shopping

Das Prinzip kann auch im Retail vermehrt angeboten werden. Während des Lockdowns der Corona-Pandemie haben viele Retail-Unternehmen Live Video Shopping innert kürzester Zeit eingeführt und für sich und Ihre Kunden entdeckt. Der Retail konnte so die Convenience verbessern und die Kunden während dieser anspruchsvollen Zeit halten.

Fazit

Auch wenn Instagram live Shopping erst in den USA vollumfänglich genutzt werden kann. Wird es nicht mehr lange dauern, bis es auch bei uns und in Europa lanciert wird. Auch andere Social-Media-Kanäle sind bereit, diesen interessanten Trend den Nutzern zur Verfügung zu stellen. Interaktiver Content haben sich in den vergangenen Wochen und Monaten zu bedeutenden Umsatztreibern entwickelt und haben noch weiteres Umsatzpotenzial. 

Herausforderungen im Sales 2024

Herausforderungen im Sales 2024

Die COVID-19 Pandemie hat das Nutzerverhalten verändert. In diesem Blogbeitrag möchte ich auf die Herausforderungen eingehen, die wir uns im 2024 stellen müssen. 

Denn während der Pandemie wurden die Händler sehr kreativ. Es wurden neue Möglichkeiten entwickelt und ausprobiert, die vor der Pandemie nicht denkbar waren. Wie zum Beispiel bestellen über WhatsApp oder eine Video Online Beratung. Auch die Konsumenten wurden kreativ. Neue Hobbys wie zum Beispiel das Puzzeln oder das Fahrrad fahren wurde innert kurzer Zeit zum Trend vom 2020. 

Diese sieben Punkte sind aus meiner Sicht, die Herausforderungen im 2024

1. Lokal gewinnt

Lokale Anbieter gewinnen gegen zentral und innenstädtischen Anbietern. Bahnhöfe, Flughäfen und Innenstädte sind die neuen Problemzonen vom Retail und der Immobilen Branche. Die Pendler nehmen wegen des Homeoffice in diesen Regionen ab. 

2. Webrooming vor Showrooming

Webrooming, wurde schnell viel wichtiger als Showrooming. Es wird zuerst digital zu Hause im Internet recherchiert und erst dann geht man in den Laden. Vorher war es umgekehrt. Man hat sich zuerst im Laden über ein Produkt informiert und erst dann Online bestellt. Dies gibt es heute fast nicht mehr. 

3. Marken- und Händlerloyalität

Der Kunde ist nicht mehr so loyal gegenüber seinem Händler, wie früher. Das grösste Umsatzwachstum haben diese Händler in den letzten Monaten erreicht, die Ihr Angebot Omnichannel anbieten können. 

4. Tipping Points: Digital geht immer weiter

In den Branchen Textil und Heimelektronik werden die Retail-Flächen weiter reduziert. Wenn der Möbel Boom nachlassen wird, werden auch dort Verkaufsflächen reduziert. In diese Flächen können Pop-up-Stores entstehen.

5. Top Verkaufspersonal oder kein Personal – Läden ohne Personal

Retailer müssen sich entscheiden. Entweder man hat Top-Verkaufspersonal im Laden, die wirklich beraten und bedienen können oder man hat Läden ohne Personal. Entweder man das eine oder das andere. 

6. Die Kundenbeziehung ist das Produkt

Die Kundenbeziehung entsteht über das Produkt. Es muss nicht immer ein Online-Shop sein. 

Lokale stationäre Händler haben gute Chancen, da die Regionalität den Kunden immer wichtiger wird. 

7. Wie versendet man doppelt so viele Pakete

Wir werden mit den Paketmengen weiter wachsen. Dies hat grosse Herausforderungen auf die Speditionen, aber auch auf die Paketanlagen in der Logistik. Grosse online Player investieren momentan stark in Verpackungs- und Logistikanlagen. 

Fazit: Just Commerce

Es gibt kein rein Online, kein rein stationär oder Mobil mehr. Es ist einfach nur noch Commerce. Wir wollen verkaufen, egal über welchen Vertriebskanal oder über welches System. Sollte es im 2021 nicht wieder zu einem harten Lockdown kommen, werden wir ca 5-10 % Online Wachstum erreichen. Ich gehe im 2020 von einem Beschäftigungskonsum aus. Aus diesem Grund war der Umsatzanstieg online so gross. Die online Food Branche wird noch schneller wachsen. Ausländische Online-Shops gehen weiter zurück, da Lokal gewinnt. Es bleiben beliebt, kontaktloses Bezahlen, Netfilx, Spotify und andere Streaming Dienste.

Auch Gaming, Mobile Gaming und Seamless Shopping, das nahtlose Einkaufserlebnis wird bleiben. Ich bin gespannt, welche Trends und Herausforderungen noch im 2024 dazu kommen. 

Ökologie und Nachhaltigkeit im E-Commerce

Nachhaltigkeit im E-Commerce ist nicht nur ein Trend, sondern es wird unsere Zukunft sein. Wenn wir den CO₂-Gehalt reduzieren wollen, müssen auch Massnahmen im E-Commerce erfolgen. Da stellt sich die Frage, ist E-Commerce nachhaltig und sogar ökologischer als der stationäre Handel?

Ist E-Commerce ökologischer als der stationäre Handel?

Es gibt verschiedenste Studien, zum Thema ist E-Commerce ökologischer als der stationäre Handel. Die einen Studien kommen zum Resultat, dass E-Commerce ökologischer ist, als der stationäre Handel. Andere Studien kommen zum Gegenteil.

Unternehmen die E-Commerce betreiben, brauchen viel Strom in Rechenzentren. Des Weiteren sind viele Logistik Leistungen noch nicht ökologisch. Dies zeigt sich bei den Spediteuren, die immer noch mit Fahrzeugen unterwegs sind, die mit Benzin oder Diesel betrieben werden. Die Grüne Logistik ist zwar ein Thema, aber noch nicht überall umgesetzt oder auch umsetzbar. Des Weiteren spielt auch der Standort des Logistikcenters eine grosse Rolle.  

Aber auch wenn wir in den stationären Handel zum Einkaufen fahren, erzeugen wir CO₂. Denn viele Shopping-Center und Pop-up-Stores sind ausserhalb und weit vom Wohnort entfernt. Der Dorfladen hat oft zu wenig Auswahl und ist vielen Kunden zu teuer. Aus diesem Grund sind auch die Discounter sehr beliebt. Die Discounter sind aber meistens nicht im Dorf, sondern auf günstigen Mietflächen ausserhalb von Städten und den Dörfern. Die Fahrten zu diesen Einkaufsmöglichkeiten erzeugen auch viel CO₂ und belasten somit die Umwelt. 

Optimierung der Verpackung

Viele verwenden tonnenweise Verpackungsmaterial, damit die bestellten Artikel gut geschützt sind. Denn die Verpackung soll das Produkt beim Transport schützen. Unter Verpackung fällt nicht nur die Kartonschachtel. Sondern auch das Füllmaterial. Oft ist dieses Füllmaterial aus Plastik oder Styropor. Ein nachhaltiges Füllmaterial wird heute noch nicht sehr oft verwendet. Das Füllmaterial sollte aber in Zukunft auch aus ökologischen Materialien bestehen. Denn nur schon die richtige Entsorgung macht es teilweise recht kompliziert. 

Eine nachhaltige und ökologische Verpackung zu haben, ist heute keine Option mehr, sondern eine Notwendigkeit. Viele Verpackungslösungen haben im Bereich Nachhaltigkeit noch Potenzial. 

Nachhaltige Produkte im Online Shop

Mittlerweile sind in fast allen Branchen auch nachhaltige Produkte erhältlich. Diese sollten in einem Online-Shop speziell gekennzeichnet sein. Damit der Kunde diese Produkte einfacher erkennen kann. Viele Kunden suchen die nachhaltigen Produkte explizit. Um es diesen Kunden einfacher zu machen, kann über die Filterfunktion in der Suche das so angepasst werden können, dass nur nachhaltige Produkte angezeigt werden. Denn oft hängt die Kaufentscheidung von diesem Faktor ab. Jeder, der das einfach im Shop System löst, gewinnt. 

Umgang mit Teillieferungen, Zustellungen und Retouren

Der Versand hat einen grossen Einfluss auf die Nachhaltigkeit. Teillieferungen belasten die Umwelt um einiges mehr, als wenn eine Bestellung komplett in einem Paket versendet wird. Auch die Zustellungsversuche sind entscheidend. Wenn ein Kurier mehrere Male einen Kunden anfahren muss, um ein Paket abzuliefern, erzeugt dies unnötiges CO₂. Auch viele Retouren belasten die Umwelt. 

Der Mehrpreis für die Nachhaltigkeit

Durch die Nachhaltigkeit steigen die Kosten in der Logistik, in der Verpackung und weiteren Bereichen eines E-Commerce Unternehmens. Diese Mehrkosten sollen dem Kunden weiter verrechnet werden. Nachhaltigkeit ist eine Leistung und ist, was Wert. 

Zudem sollte der Kunden wählen können, ob er nachhaltig beliefert werden möchte oder nicht. Jeder Kunde entscheidet selber, was er möchte und ob er einen Beitrag zu den CO₂-Zielen leisten.

Fazit Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit im E-Commerce ist nicht ein Trend, sondern unsere Zukunft. Wir müssen jetzt umdenken und auch im E-Commerce nachhaltige und ökologische Lösungen unseren Kunden bieten. Unser Beitrag im E-Commerce ist wichtig, um die CO₂-Ziele zu erreichen. Denn jeder von uns ist gefordert, unsere Umwelt zu schützen.