Omnichannel – Was man beachten muss

Omnichannel ist seit Jahren im stationären Handel das Thema Nummer eins, um sich gegenüber den Online Pure Player durchzusetzen. Unter Omnichannel versteht man, dass sämtliche Absatzkanäle gleichzeitig oder abwechselnd von den Kunden genutzt werden können. Es geht bei Omnichannel um das nahtlose Einkaufserlebnis.

In einigen Lehrbücher wird Omnichannel als eine Weiterentwicklung des Multichannel Vertriebs beschrieben. Beim Multichannel gibt es, wie es das Wort schon sagt, mehrere Vertriebskanäle, aber keine Verbindung untereinander. Somit ist Multichannel nicht gleich Omnichannel. Aus meiner Sicht ist die richtige Definition von Omnichannel wie folgt:

Omnichannel bedeutet, dass sämtliche Absatzkanäle gleichzeitig, abwechselnd oder übergreifend von den Kunden genutzt werden können.

Was ist der Vorteil von Omnichannel für die Kunden?

Der grosse Vorteil für die Kunden ist das nahtlose Einkaufserlebnis. Das heisst, ich kann Online ein Produkt aussuchen. Mich im Laden beraten lassen. Mit meinem Smartphone das Produkt am Regal bestellen und nach Hause liefern. Diese Verzahnung von Offline und Online bringen den Kunden einen grossen Mehrwert. Omnichannel kann ein entscheidender Wettbewerbsvorteil sein, sich gegen die Online Pure Player durchzusetzen. Auch die wachsende Anzahl der Digital Natives ist ein weiterer Grund für Omnichannel. Denn für diese Kundenzielgruppe ist die Servicequalität entscheidend. Dies vor, während und nach dem Kauf.

Händler und Unternehmen nutzen somit vermehrt Omnichannel Customer Journeys und In-Store-Technologien sowie Value-Added-Services. Dies sind zum Beispiel: VIP-Lounges oder bevorzugte Behandlung von Stammkunden. Virtuelle Anproben sowie mit Tablets ausgestattete Verkäufer für die Erstellung personalisierter Angebote in Echtzeit. Um das stationäre Geschäft auch weiterhin für den vernetzten Kunden attraktiv zu gestalten.

Preissensibilität der Kunden

Auffällig ist weiterhin die Preissensibilität der Kunden. Vor allem bei Onlinekäufen. Die Ernst & Young GmbH fand heraus, dass Kunden (noch) häufiger online einkaufen würden, wenn der Preisunterschied zwischen dem stationären und dem Online-Geschäft sehr deutlich wäre. Niedrige und einheitliche Preise sind somit von zentraler Bedeutung, wenn es darum geht, Omnichannel Kunden zu akquirieren. Dennoch ist der Convenience Effekt wiederum nicht zu vernachlässigen. Da ein Kunde beispielsweise ein Produkt direkt online im Store bestellen würde, falls dieses vor Ort ausverkauft ist.

Der Convenience Aspekt

Der Convenience-Aspekt spielt für den Omnichannel-Kunden eine entscheidende Rolle. Dieser Kunde erwartet integrierte Services, schnelle und günstige Lieferung, exzellenten Service auf allen Kanälen sowie personalisierte Angebote in Echtzeit. Dies alles zu einem möglichst niedrigen Preis.

Herausforderungen Kanalintegrationen

Ich sehe bei der Kanalintegration grosse Herausforderungen im Omnichannel. Diese sind aus meiner Erfahrung folgende:

Ähnlichkeit beim Sortiment: Ähnliche oder gleiche Sortimente in verschiedenen Kanälen können Konkurrenz zwischen den Kanälen begünstigen. Da es zu einem Substitutionseffekt zwischen den Kanälen kommen kann. Dieser Effekt wird zusätzlich durch Preisdifferenzen (z. B. günstigerer Preis im Online-Shop) verstärkt.

Kompensation: Speziell der stationäre Händler leidet häufig unter Umsatzeinbussen durch den Online-Handel. Dem kann man entgegenwirken, indem zum Beispiel eine räumliche Zuordnung nach Postleitzahl der Bestellungen vorgenommen wird oder das Ladenpersonal selbst Bestellungen im Auftrag für Kunden im Online-Shop tätigen kann.

Nutzung von Kundendaten: Ein professionelles und über alle Kanäle einheitliches CRM, welches dabei hilft, Kunden individuell anzusprechen und ein persönliches Kauferlebnis bietet, ist ein wichtiger Schritt für erfolgreiche Omnichannel Retailer. Sollten diese Daten nicht zentral gepflegt und Informationen für alle verfügbar sein, kann der Kunde nicht 360 Grad bearbeitet werden.

Unterschiedliche Service-Level: Der Service-Level ist in den einzelnen Kanälen unterschiedlich ausgeprägt, auch die Beratungsqualität unterscheidet sich. Jeder Kanal hat hierbei eigene Vorteile (Online: Schnelligkeit, Bequemlichkeit; Offline: Beratung, persönlicher Kontakt), weswegen von einem Synergieeffekt zwischen den Kanälen auszugehen ist. Hierbei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Anforderungen und Bedürfnisse der Kunden bekannt sein müssen.

Exzellenz im Omnichannel Vertrieb

Unternehmen, die erfolgreich mehrere Vertriebskanäle nutzen und bedienen möchten, müssen integrativ denken und die einzelnen Kanäle miteinander vernetzen, denn die Kunden erwarten Kohärenz und Konsistenz.
Folglich müssen zum einen Prozesse und Strukturen im Hintergrund, wie Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Warenwirtschafts- und Logistiksysteme, transformiert werden. Das Gleiche gilt zum anderen auch für jene Bereiche, die die Kunden direkt und bewusst wahrnehmen, wie der Kundenservice und das Branding. Im Fokus steht dabei die kanalübergreifende Abstimmung. Für Insellösungen im Hinblick auf die IT-Infrastruktur und Silo-Denken in einzelnen Abteilungen ist im Rahmen eines exzellenten Mehrkanalvertriebs der Omnichannel Exzellenz kein Platz mehr. Somit wird klar, warum es nicht nur um die Anpassung von Strukturen und Prozessen, sondern auch um einen Kulturwandel geht, denn vernetztes, abteilungsübergreifendes Denken ist in vielen Unternehmen alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Dies gilt insbesondere für die verschiedenen Vertriebslinien, denn oftmals steht beispielsweise der Online-Vertrieb historisch gewachsen unverbunden neben den anderen Vertriebskanälen und in einer internen Konkurrenzsituation.

Omnichannel Strategie

Ist die Grundsatzentscheidung für eine Omnichannel-Strategie gefallen, muss diese direkt mit der Unternehmensstrategie verbunden werden. Umgekehrt ist eine Anpassung der Unternehmensstrategie an die sich ändernden Marktbedingungen und damit an die Anforderungen, die durch Omnichannel Konzepte entstehen, notwendig. In der Folge müssen dann im Rahmen der konkreten Omnichannel-Strategie passende, von den Unternehmenszielen abgeleitete übergeordnete Ziele definiert und Key Performance Indicators (KPI) festgelegt werden. Vor dem Hintergrund der so definierten Ziele ist dann wiederum in einem zweiten analytischen Schritt das Erlangen von dezidierten Kenntnissen über die ausgewählten Märkte und Zielgruppen bzw. Kunden notwendig. Nur wenn die Kundenanforderungen mit Blick auf die Kaufprozesse im Detail bekannt sind, wenn Klarheit über die Customer Journey herrscht und die konkrete Nutzung der verschiedenen Kanäle in den einzelnen Stufen des Kaufprozesses unter Berücksichtigung verschiedener Nutzungsmotive klar ist, kann in der Folge eine zielführende Kanalstrategie und -integration erfolgen.

Ausgestaltung der verschiedenen Kanäle

Die Ausgestaltung der verschiedenen Kanäle und deren Integration muss dann vor dem Hintergrund der zuvor identifizierten Kundenbedürfnisse bzw. des Zielgruppenverhaltens bei gleichzeitiger Berücksichtigung der strategischen Überlegungen und der definierten Ziele erfolgen. Diese Integration, die sowohl Fragen der IT-Infrastruktur wie auch inhaltliche Aspekte von der Preisgestaltung bis zum Markenauftritt umfasst, erfordert die Etablierung abteilungsübergreifender Schnittstellen und entsprechender klar definierter Prozesse.
Zur Überprüfung dieser Prozesse sowie zur Beurteilung des Erfolgs der gesamten Omnichannel-Strategie müssen abschliessend qualitative und quantitative Massnahmen zur Evaluation bzw. für das Controlling etabliert werden. Die hier generierten Erkenntnisse bezüglich des Erfolgs oder Misserfolgs einzelner Kanäle und Massnahmen werden dann wiederum im Sinne eines Planungskreislaufs für die Strategieanpassung und -optimierung genutzt.

Das gesamte Geschäftsmodell eines Unternehmens ist an die Mehrkanalaktivitäten anzupassen, die Ausrichtung auf Omnichannel muss die gesamte Organisation durchdringen. Konkret müssen dabei die Unternehmensperspektive (Inside-out) und die Kunden- bzw. Marktperspektive (Outside-in) bei der Entscheidung berücksichtigen.

Die Analyse der Customer Journey leistet daher einen wesentlichen Beitrag zur Planung von Omnichannel Aktivitäten und kann dem Unternehmen helfen, sich ein genaues Bild vom Kundenverhalten zu machen. Dabei ist es für Omnichannel Händler besonders wichtig, die gesamte Interaktionskette zu berücksichtigen. Die Kundendaten aus den verschiedenen Kanälen sollten nicht separat betrachtet, sondern über alle Kanäle hinweg erfasst und miteinander verknüpft werden.

Fazit

Omnichannel bieten zahlreiche Vorteile und Chancen für Unternehmen. Es kann auch schnell zum Risiko werden, wenn zum Beispiel die Komplexität steigt, höhere Kosten anfallen und neue Anforderungen an Führungskräfte und an die Mitarbeitenden nötig sind. Auch nicht vergessen werden darf, ist die Abhängigkeit von den zur Verfügung stehenden Daten. Bei den Daten meine ich nicht nur Produkt-Daten, sondern alle Daten, die ein Unternehmen sammelt und bewirtschaftet.

Online-Shop Software – Eine Übersicht der Systeme

Mittlerweile gibt es eine riesige Auswahl an Online-Shop Systemen. In diesem Blog-Beitrag lernst du alle mir bekannten Online-Shop Systeme kennen.

Adobe Commerce (früher Magento)

Im Frühling 2018 wurde Magento von Adobe übernommen. Ungefähr ein Jahr später änderte der Name von Magento auf Adobe Commerce. Zudem wurde das Commerce System in die Adobe Experience Cloud integriert. Adobe Commerce ist hochperformant und flexibel, skalierbar. Durch die Integration von Adobe Produkten wie Analytics, Target, Experience Manager und Creative Cloud ist es möglich, die Personalisierung auf das nächste Level zu bringen. Die neusten Entwicklungen von Adobe Commerce gehen in Richtung künstliche Intelligenz.

Cloudrexx

Cloudrexx ist ein Schweizer webbasierte Content Management System (CMS). Die Trennung zwischen Content und Design erlaubt eine 100% Individualisierung des Webdesigns. Entwickler können eigene Anwendungen erstellen. Cloudrexx beinhaltet eine integrierte Online Shop Lösung, über welche Produkte, Mitgliedschaften und Gutscheine verkauft werden können.

Drupal

Drupal ist eine flexible, skalierbare und personalisierbares Content-Management-System (CMS) und Framework. Am häufigsten wird Drupal für Webseiten verwenden. Laut einer Studie von W3Techs sind 1,8 % aller Websites von Drupal, was einem Marktanteil von 3,4 % unter den Content-Management-System (CMS) entspricht. Im Vergleich zu WordPress ist die Funktionalität von Drupal viel umfassender.

Eigenentwicklung

Wer sich von den Mitbewerbern abheben möchte, kann mittels einer Eigenentwicklung des Onlineshops einen digitalen USP erlangen. Denn häufig können sich grosse Onlineshops nur noch so von der Konkurrenz abheben. Eine Eigenentwicklung hat viele Risiken. Zum einen sind das die Kosten und zum anderen ist es häufig schwierig, die Sicherheit des Onlineshops auf dem neusten Stand zu halten. Diese Risiko-Punkte können mithilfe einer Open Source E-Commerce Plattform, die als Basis für die Eigenentwicklung genutzt wird, massiv entschärft werden.

Gambio

Gambio ist eine E-Commerce-Plattform für professionelle Onlinehändler. Die Plattform bietet alle Funktionen, Schnittstellen und Möglichkeiten, die einen erfolgreichen Online-Shop ausmachen. Für Gambio wird keine Programmierkenntnisse benötigt. Die E-Commerceplattform wird in Deutschland entwickelt. Somit erfüllt diese alle Datenschutzbestimmungen von Deutschland.

Intershop

Intershop ist ein B2B Online-Shop System. Diese läuft in der Microsoft Azur Cloud. Intershop hat eine grosse Auswahl an B2B spezifischen Erweiterungen. Diese lassen sich nahtlos an das System anbinden. Grosse B2B Unternehmen wie Würth, Miele und BMW verwenden Intershop.

Jimdo

Mit Jimdo kann man schnell und einfach eine Webseite und Online-Shops erstellen. Es gibt eine kostenlose Version so wie auch kostenpflichtige Premium-Pakete mit noch mehr Funktionen. Aus meiner Sicht eignet sich Jimdo besonders für Einsteiger, da die Bedienung intuitiv ist und keine Kenntnisse in HTML oder CSS notwendig sind. Im Geschäftsjahr 2016 erzielte Jimdo einen Umsatz von 29,4 Millionen Euro.

Joomla / MijoShop

Joomla ist ein Open Source Content-Management-System (CMS). Der Begriff Joomla kommt vom Wort „Jumla“ (Swahili: Alle zusammen) und wird „Dschuumla“ ausgesprochen. Das Arbeiten mit Joomla erfolgt ausschliesslich im Browser. Das heisst, es benötigt keine spezielle Progammiersoftware und auch keine Kenntnisse in diesem Bereich. Der Vorteil ist, dass die Online-Shop-Erweiterung in das Content-Management-System (CMS) integriert ist. Das heisst MijoShop ist die Online-Shop-Integration von Joomla.

JTL

Ein JTL Online-Shop wird immer zusammen mit einem JTL-Wawi betrieben. Dies hat den Vorteil, dass Bestell oder Artikeldaten, wie Preise oder Bestände nicht im Online-Shop gepflegt werden müssen. Sondern im Warenwirtschaftsprogramm. Weiter Vorteile von JTL Online-Shop ist: Deutscher Entwickler, viele Extensions und Themes, einfache Installation und Einrichtung. Die Nachteile sind: Kein Telefon- oder Live-Support, Apps und Extensions, die teilweise teuer sind.

JMC

Hat eine eigene ERP Software, setzt im Online-Shop Bereich auf Open Source Lösungen. Diese Online-Shop-Lösungen sind so gut, dass viele Kunden davon aus gehen, dass es ein eigenes Shop-System von JMC ist. JMC ist Goldpartner von NopCommerce und Virto Commerce. Das heisst, dass Sie nicht nur Online-Shop Systeme installieren, sondern auch Module entwickeln. Wie zum Beispiel das PostFinance Modul.

MyCommerce

Ist eine Online-Shop Lösung von localsearch, die auf KMU ausgerichtet ist. Sie hat den Vorteil, dass eine einfache und bequeme Bedienung ohne Fachkenntnisse möglich ist. MyCommerce lässt sich an die digitalen Marktplätze wie Facebook, Amazon und Google Shopping anbinden. Mit der kostenlosen Version können 25 Artikel ein gelistet werden. Zudem gibt es einen Standard Versand und Zahlungsoptionen. MyCommerce ist eine cloudbasierte Online-Shop Lösung.

NopCommerce

nopCommerce ist eine leicht skalierbare und erweiterbare E-Commerce-Plattform für kleine und mittelständische Unternehmen. Das System ist im hohem Masse individualisierbar und erleichtert das Hinzufügen von neuen Funktionen um einiges. Besondere Features sind unter anderem auch die Funktionen der Auftragsbearbeitung und Lagerhaltung, die man sonst meistens nur in einem Warenwirtschaftssystem findet. nopCommerce ist eine Open Source Online-Shop System, die auf dem ASP.NET Core-Framework und dem MS SQL Server von Microsoft (Datenbank) basiert. JMC Software AG ist Gold Partner von nopCommerce und Experte auf diesem Online-Shop System.

Odoo

Odoo ist eine Open Source Business Anwendung, die viele Bedürfnisse eines Unternehmens abdecken kann. Es bietet einerseits die klassischen ERP Module wie Ein- und Verkauf, Lagerhaltung, Produktion und Buchhaltung, aber auch viele weitere Integrationen wie MRP, CRM, PMS, Web und E-Commerce. Das System bestehend aus über 30 Hauptanwendungen und mehr als 16’000 Apps und Plugins von Drittanbietern. Grundsätzlich ist Odoo Open Source. Für den professionellen Einsatz bietet die Enterprise Edition erweiterte Funktionalität und ist auf jeden Fall zu empfehlen.

Opacc

Opacc entwickelt seit 1988 eine eigene Enterprise Software Plattform in der Schweiz. Das Kernstück dieser Software bildet Opacc OXAS, welches sämtliche digitalen Unternehmens-Ressourcen, wie Daten, Dokumente, Funktionen, Integrationen, etc., zentral zur Verfügung stellt. So stehen homogene, leistungsfähige und standardisierte Anwendungen zur Verfügung. Opacc beschäftigt über 185 Mitarbeitende in Rothenburg/LU, Münchenstein/BL.

OpenCart

OpenCart ist ein Open Source Online-Shop System. Die Entwicklung basiert auf einem MVC-Framework. Ein wichtiges Merkmal von OpenCart ist die weitgehend freie Gestaltungsmöglichkeit in Design und Funktionen und die Möglichkeit, eines oder mehrere von vielen Modulen in der Software zu implementieren.

OXID eSales

Der OXID eSales ist ein Online Shopsystem, welches mit den Erfahrungen aus 20 Jahren E-Commerce und tausenden Installationen namhafter Kunden zu einem der führenden E-Commerce-Systeme in der DACH Region zählt. Der OXID eSales verfügt über viele Schnittstellen zu Drittanbietern, Multishopfunktionalität, sowie die relevantesten B2C und B2B Features.

PepperShop

PepperShop ist ein seit 2001 in der Schweiz entwickeltes kommerzielles Online Shop System mit webbasierter Kassenlösung für den Point of Sale. Entstanden ist PepperShop als Diplomarbeit von José Fontanil und Reto Glanzmann über E-Commerce. Der E-Shop ist für KMU oder auch Grossunternehmen konzipiert und B2B oder B2C fähig.

Pimcore

Pimcore ist eine Open Source Software Plattform. Die Plattform beinhaltet Module für PIM, MDM, DAM, CMS und Digital Commerce. Pimcore kann im B2C sowie auch im B2B Bereich verwendet werden. Mit diesem System ist es möglich, hochgradig personalisierte, transaktionale Kundenerlebnisse mit aussergewöhnlicher Skalierbarkeit zu schaffen. Die Kernkompetenz ist wie es der Name schon sagt, dass PIM System.

PrestaShop

PrestaShop ist eine Open-Source-Software. Die erste Version wurde im 2008 veröffentlicht. Die Programmiersprache ist PHP und verwendet das MySQL-Datenbanksystem für die Speicherung der Daten. Das Online-Shop System ist modular und ressourcenschonend aufgebaut. Für PrestaShop gibt es in über 60 Sprachen und viele Erweiterungen.

SAP Commerce Cloud (ehem. Hybris)

Die SAP Commerce Cloud (ehemals SAP Hybris) ist eine Omnichannel-Plattform für B2B-, B2C- und B2B2C-Unternehmen von SAP. Dieses Online-Shop System ist Cloud basiert und kann dank einen flexiblen Baukastensystem weiterentwickelt werden. Das System lässt sich einfach an SAP S4/Hana anbinden. Dieses Online-Shop System eignet sich vor allem für grosse Unternehmen. Gartner Magic Quadrant for Digital Commerce 2019 hat SAP Commerce Cloud zum fünften Mal in Folge als Leader ausgezeichnet.

Shopify

Wer mit seinem Vorhaben ganz am Anfang steht, mit einem Online-Shop seine Produkte zu verkaufen, ist in den meisten Fällen beim Online-Shop System Shopify richtig. Innert wenigen Stunden kann dieses System eingerichtet werden und es ist einfach skalierbar. Möchtest du mehr über Shopify erfahren, dann lese hier meinen Blogbeitrag über Shopify.

Shopware

Shopware wird in Deutschland entwickelt und ist erhältlich als Open-Source-Software, wie auch in einer kommerziellen Version. Der Vorteil von Shopware ist, sein API-First Ansatz und den konsequenten Einsatz von etablierten Standardtechnologien. Das heisst, mit dem API-First Ansatz lässt sich das Online-Shop-System leicht mit ERP- und PIM-Systemen verbinden. Die aktuelle Version ist Shopware 6. Mit Shopware 6 ist Multichannel möglich, das heisst, die Produkte können nicht nur auf dem eigenen Online-Shop zu vertreiben werden. Sondern auch auf Marktplätze wie zum Beispiel Digitec Galaxus.

Spryker

Spryker ist ein modular aufgebautes Online-Shop System mit API-First-Ansatz. Zudem ist das System dank des headless-Ansatzes sind Frontend und Backend vollständig voneinander entkoppelt. Was viele Vorteile hat. Das Online-Shop-System eignet sich für B2C sowie B2B Unternehmen. Es ist Cloud basiert und eine gute Online-Shop-Lösung für anspruchsvolle Geschäftsmodelle. Grosse Firmen wie HILTI, RICOH und Toyota setzen auf Spryker.

Salesforce Commerce cloud

Die Salesforce Commerce cloud ist eine kundenzentrierte E-Commerce-Lösung von Salesforce. Der grosse Mehrwert entsteht, wenn das CRM und auch die Customer Data Plattform von Salesforce ist. Denn so entstehen durchgängige Customer Journeys, das heisst ein personalisiertes Einkaufserlebnis ist für die Kunden einen Mehrwert. Das Online-Shop-System ist einfach, skalierbar und kann für jede Branche angepasst werden.

Virto Commerce

Virto Commerce ist eine Open-Source-Software für skalierbare E-Commerce Anwendungen. Mit Virto Commerce ist es möglich ein massgeschneidertes Kundenerlebnis, auch Customer Experience oder kurz CX genannt. Das Online-Shop-System eignet sich für B2C, B2B und D2C Unternehmen. JMC Software AG ist Gold Partner von Virto Commerce und Experte auf diesem Online-Shop System.

WooCommerce

WooCommerce ist eine kostenlose Online-Shop Erweiterung auch Plug-in genannt von WordPress. Mit dem WooCommerce Plug-in verwandelt man WordPress in einen vollwertigen Online-Shop. Dieses Plug-in gehört zu den populärsten WordPress Plug-ins, denn dieses wurde bereits über 15 Millionen Mal heruntergeladen. WooCommerce ist Open Source, das heisst, es wird von einer weltweiten Community unterstützt und wird von WordPress selbst entwickelt. Die Integration in das Blog-System funktioniert daher problemlos.

xt:Commerce

xt:Commerce wurde auf Basis des Online-Shop-Systems osCommerce programmiert. Mein erster Online-Shop im 2005 war auch ein Online-Shop System von osCommerce. Mit über 150.000 ausgestellten Lizenzen und mehr als 2,5 Milliarden Euro Transaktionsvolumen pro Jahr gehört xt:Commerce zu den beliebtesten E-Commerce Lösungen in der DACH Region. xt:Commerce ist bereits in der Version 6 Verfügbar. Es kann als xt:Commerce 6 Pro oder xt:Commerce 6 Multishop gekauft werden.

Empfehlung bei der Evaluation eines Online-Shop Systems 

Folgende Empfehlungen von mir und José Lopez von der Firma JMC Software möchten wir dir noch als Take-away mitgeben:

  1. Beim ersten Online-Shop, setze nicht auf eine grosse, teure und komplizierte E-Commerce Plattform. Sondern entscheide dich für ein System, das mit deinem Unternehmen mitwachsen kann. Zum Beispiel kann dies Shopify sein.
  2. Sobald die Umsätze steigen, dann setze auf ein Shopsystem, dass für deine Kunden angepasst wurde. Dies kann zum Beispiel NopCommerce und Virto Commerce sein.
  3. Investiere mehr in Funktionen und Erweiterung, die deine Kunden begeistern, als in Lizenzen eines teures E-Commerce-System.

Payment Systeme im E-Commerce – Eine Übersicht

In diesem Blog-Beitrag möchte ich auf die verschiedenen Payment Systeme im E-Commerce eingehen. Es gibt im E-Commerce eine sehr grosse Auswahl an Payment Systeme und Anbieter. Gerne gebe ich dir mit diesem Blog-Beitrag einen Überblick.

Das Payment System im E-Commerce hängt von den Kunden, vom Zielmarkt und von den angebotenen Waren oder Dienstleistungen ab. Wenn zum Beispiel ein Online-Shop, Software oder Gutscheine zum Download anbietet, ist eher eine Zahlung per Kreditkarte, TWINT oder Paypal angebracht. Das Anbieten der optimalen Payment Lösungen kann im E-Commerce ein Wettbewerbsvorteil sein.

Zahlung per Rechnung

Die Zahlung per Rechnung ist bei den Schweizer Kunden sehr beliebt. Der Kauf auf Rechnung bedeutet, dass der Käufer seine Ware oder Leistung sofort erwirbt und erhält, jedoch erst später bezahlt. Das Zahlungsziel variiert dabei. Dies ist abhängig vom Online-Shop Betreiber oder auch vom Rechnungskauf Anbieter wie zum Beispiel MF Group, CRIF oder Swissbilling usw.

Kreditkarte (z.B. Visa, Mastercard)

Kreditkarten wie zum Beispiel Visa, Mastercard und American Express sind gängige Payment Systeme im E-Commerce. Nachdem der Kunde die Kreditkartendaten erfasst hat, erfolgt die Zahlung sehr schnell an den Händler. Dies ist für viele Händler ein grosser Vorteil. Sollte es zu Probleme kommen, wird man vom Herausgeber der Kreditkarte unterstützt. Die meisten Anbieter, bieten den Kunden ein Loyalitätsprogramm für Prämien, Meilen und weitere Vorteile an.

Postfinance Card

Seit April 2022 ist die Postfinance Card in Kombination mit Debit Mastercard erhältlich. Mit dieser Karte kann einfach in der Schweiz, im Ausland und in Online-Shops eingekauft werden. Die PostFinance Card mit Debit Mastercard gibt es als Franken oder auch als Euro Konto.

Debitkarte mit Kreditkartenfunktion (z.B. Visa Debit, Debit Mastercard)

Mit einer Debitkarte mit Kreditkartenfunktion kann bargeldlos bezahlt und Geld am Automaten abgehoben werden. Dabei wird das Konto bei der kartenherausgebenden Bank direkt und sofort belastet – im Gegensatz zu einer Kreditkarte, bei der der gesammelte Betrag einmal im Monat abgebucht bzw. fällig wird.

Paypal

Paypal entstand durch den Zusammenschluss aus den beiden Unternehmen Confinity und X.com im März 2000. Elon Musk gründete im März 1999 die X.com. Kürzlich war Elon Musk wegen einer möglichen Übernahme von Twitter in den Medien. Beide Internet Zahlungsanbieter starteten mit einer Bezahllösung per E-Mail. Heute kann Paypal in jedes Online-Shop-System integriert werden. Nach Angaben von Paypal hat der Internet-Zahlungsanbieter mehr als 277 Millionen aktive Nutzer, in über 200 Märkten, mit der Möglichkeit von Zahlungen in über 100 Währungen (Stand: März 2020).

TWINT

TWINT wird über einen Payment Service Provider an den Online-Shop oder an das Bezahl Terminal im Laden angebunden. Payment Service Provider sind zum Beispiel wallee, Datatrans, Six Payments usw. TWINT ist in der Schweiz bei den Kunden sehr beliebt. Für die Händler gibt es einen grossen Nachteil. Dieser ist die Höhen Transaktionsgebühren. Gemäss meinen Erfahrungen sind diese meistens nicht verhandelbar.

Vorauskasse

Bei der Zahlungsweise Vorkasse bezahlt der Kunde vor dem Erhalt der Bestellung. Die Zahlung erfolgt über die Banküberweisung. Diese Zahlungsweise ist bei den Kunden nicht beliebt und weckt häufig Misstrauen. Damit ein Kunde diese Zahlungsart wählt, muss der Kunde ein grosses Vertrauen in den Online-Shop Betreiber haben.

Sofortüberweisung

Die Zahlungsart Sofortüberweisung ist eine einfache Zahlungsart, sofern der Kunde Online-Banking besitzt. Die Authentifizierung erfolgt in zwei Schritten, durch PIN und TAN. Es wird keine Kreditkarte benötigt. Diese Zahlungsart ist kürzlich in die Kritik geraten, weil ein direkter Zugriff auf das Konto gewährt wird. Sofortüberweisung ist ein Tochterunternehmen der schwedischen Klarna Bank.

Zahlung per Nachnahme

Bei der Zahlung per Nachnahme bekommt man die Ware persönlich vom Postmitarbeitenden, nach dem sie ihre Bestellung bei ihm direkt bezahlt haben. Das heisst, der Rechnungsbetrag wird direkt an der Haustüre fällig. Der Postmitarbeiter händigt Ihnen die Lieferung erst aus, nachdem Sie bezahlt haben. Dieser Service kostet einiges und ist in der Schweiz nur durch die Post möglich.

Bezahlung bei Abholung

Bei der Bezahlung bei Abholung wird Ihre Bestellung sofort ausgelöst. Die bestellte Ware wird entweder an den Abholungsort geliefert oder in der Filiale kommissioniert und bereitgestellt. Sobald dies erfolgt ist, kann bequem die Bestellung am vorgesehen Ort abholt und mit allen gängigen Zahlungsmitteln vor Ort bezahlt werden. Sofern die Abholung in einem Ladengeschäft und nicht in einer Paketbox ist.

Geschenkkarten / Gutscheine

Gutscheine und Geschenkkarten gibt es bereits vor dem digitalen Zeitalter. Coupons wurden auf zahlreichen Flyers, Zeitungen und Magazine gedruckt. Von den Kunden ausgeschnitten und in den stationären Handel gebracht. Auch heute sind Gutscheine und Geschenkkarten sehr beliebt. Im E-Commerce nennt man Gutscheine „Couponing“. Mit einem Couponing Modul im Online-Shop ist es einfach möglich, dies anzubieten und auszuwerten. Somit können Onlinehändler mit den Gutscheinen die Kundenbindung stärken und zusätzliche Umsätze generieren.

Zahlung auf Raten

Die Möglichkeit, auf Raten seine Einkäufe zu bezahlen, wird immer beliebter. Nicht nur bei den Kunden, sondern auch bei den Anbietern. Denn wenn die Rechnung bis maximal drei Teilzahlungen aufgeteilt wird, fällt diese häufig nicht unter das Konsumkreditgesetz (KKG). Der Besteller muss sich keiner Kreditprüfung unterziehen. Der Anbieter hat den Vorteil, dass er sich nicht an die Vorgaben, das Konsumkreditgesetz halten muss. Das heisst, er kann zum Beispiel höhere Zinsen verlangen, als es das Gesetz vorschreibt.

Kundenzahlkarten

Kundenzahlkarten sind nichts anderes als eine Laden-Kreditkarte. Diese soll den Kunden an den Händler binden, da diese nur bei ihm als Zahlungsmittel verwendet werden kann. Die Kundenzahlkarte dient somit als Loyalty-Programm. Diese Karte wird nicht vom Händler selber herausgegeben. Sondern auch hier sind Zahlungsanbieter wie zum Beispiel Availabill dahinter, die diese Dienstleistung dem Händler anbieten.

Klarna

Klarna ist ein schwedischer Zahlungsanbieter. Sie stehen für „Buy now, pay later“. Denn die App ermöglicht einfaches und schnelles Shopping. Über die Zahlung muss man sich erst nach dem Kauf Gedanken machen. Hier ist aber auch die Gefahr von Klarna dahinter. Denn auch Klarna verdient Geld mit Zinsen, die erhoben werden, wenn der Kunde nicht fristgerecht bezahlt. Der Händler muss Klarna eine Gebühr bezahlen, damit er die Klarna-Zahlungsart den Online-Kunden anbieten kann. Gebühren können auch von anderen Zahlungsanbieter erhoben werden.

Apple Pay 

Apple Pay ist ein Zahlungssystem von Apple. Dieses ist im iPhone, Mac, iPad und Apple Watch integriert. Es funktioniert gleich wie Samsung Pay. Um Apple Pay nutzen zu können, muss auf dem Apple Gerät eine Kreditkarte hinterlegt werden. Auf dieser werden die Einkäufe abgebucht. Der Vorteil beim Hinterlegen der Kreditkarte ist, dass man nach wie vor, von allen Prämien und Vorteile von der Kreditkarte profitieren kann. Es entgehen keine gesammelten Punkte oder Meilen.

Google Pay

Google Pay ist ein Zahlungssystem von Google. Diese funktioniert gleich wie Apple Pay. Um diesen nutzen zu können, benötigt man ein Android-Gerät.

Alipay & WeChat Pay

Alipay und WeChat Pay gehören mit über 1 Milliarde aktiven Nutzern zu den populärsten
mobilen Zahlungslösungen Chinas. Mit diesen beiden Zahlungslösungen wird schon lange nicht nur bezahlt. Sondern es ist eine Lifestyleplattformen mit umfangreichen Möglichkeiten wie zum Beispiel soziale Plattformen und verschiedenen Services.

Samsung Pay

Mit Samsung Pay werden Zahlungen schnell, sicher und ohne mühsame Eingabe von Kartendetails abgewickelt. Die Bestellung wird sofort nach der Autorisierung in der Samsung Pay App ausgelöst. Samsung Pay funktioniert gleich wie Google Pay oder Apple Pay. Ist aber auch nur mit einem Samsung Gerät möglich.

Kryptowährungen (z.B. Bitcoin, Ethereum)

Im Herbst 2017 hat der Lehner Versand in ihrem Online-Shop die Zahlungsweise Bitcoin integriert. Bis heute kann man bei Ihnen mit der Kryptowährung Bitcoin bezahlen. Kryptowährungen zeichnet sich durch eine hohe Volatilität aus. Schnell kann der Kurs nach oben wie auch nach unten gehen. Dies macht diese Zahlungsart im E-Commerce für Händler aus meiner Sicht sehr kompliziert. Das heisst, die Kryptowährung muss schnell weiter verarbeitet werden können. Nicht das diese, eine Woche später 20 % weniger Wert hat.

Fazit

Das Zahlungssystem sollte abhängig von den Kunden und den verkauften Produkten gewählt werden. Aus meiner Sicht sollte man in der Schweiz die Zahlung per Rechnung anbieten können, da diese bei vielen Kundinnen und Kunden sehr beliebt ist. Das wichtigste Learning für einen Händler ist, ein möglichst breiter Zahlungsmix – sodass jeder Kunde das Zahlungsmittel findet, mit welchem er gerne bezahlt.

Shopify-Das einfache Miet-Onlineshop-System

Wer ohne Vorkenntnisse mit einem Online-Shop starten möchte, ist in den meisten Fällen beim Shopsystem Shopify richtig. Denn das Miet-Onlineshop-System ist für viele die in das E-Commerce Business einsteigen wollen, sehr interessant. Es kann schnell gestartet werden, hat viele integrierte Kanäle und es ist einfach skalierbar.

Vor fünf Jahren haben es viel noch belächelt und niemand richtig interessiert. Heute hat sich dies geändert. Erfahre mehr über Shopify in diesen Blog-Beitrag

Grundsatzentscheidung Mietsoftware oder Kaufsoftware

Als Erstes muss eine Grundsatzentscheidung gefällt werden. Kaufe ich eine Online-Shop-Software oder miete ich diese. Diese Entscheidung hängt von vielen Faktoren ab. Die Vorteile, die für eine Mietsoftware sprechen sind, dass man ohne Vorkenntnissen sofort starten kann. Das heisst, kein Technik-Know-how ist nötig. Die Sicherheit wird durch den Anbieter, das heisst Shopify, gewährleistet. Die Investitionen sind niedrig.

Mit welchen Kosten muss man rechnen?

Das günstigste Abonnement beginnt bei 29 Dollar pro Monat und 2 % vom Umsatz müssen abgegeben werden. Die Kosten pro Monat steigen nicht nur, wenn man das Abonnement bei Shopify erhöht. Sondern auch jede Erweiterung zahlt man pro Monat. Dies kann schnell ins Geld gehen. Der Vorteil ist aber, dass man den Shop nicht verändern muss, wenn man ein grösseres Abonnement benötigt. Das mittlere Abonnement kostet 79 Dollar und 1 % vom Umsatz. Advance kostet 0,5 % vom Umsatz. Das grösste Abonnement heisst Plus. Bei diesem ist der Preis Verhandlungssache. Erfahre hier mehr über die verschiedenen Abonnements und Preise.

Was können Kostentreiber sein?

Sobald eine Erweiterung bzw. Individualentwicklungen gemacht werden muss, wird es sehr teuer. Wichtig zu verstehen ist aber, dass der Code des Shops von Shopify nicht angepasst werden kann. Es handelt sich nicht um eine Open-Source-Software. Viele Shop-Betreiber wollen jede verfügbare Erweiterung haben. Dies treibt die Kosten in die Höhe. Vor allem am Anfang muss man sich das gut überlegen. Ich finde es besser, mit niedrigen Kosten schnell zu starten und erfolgreich zu werden oder schnell mit tiefen Kosten zu scheitern. Schnittstellen und ERP Anbindungen können sehr schnell viel kosten. Anbindungen an zum Beispiel SAP kostet häufig mehr als ein ganzes E-Shop-Projekt. Auch unterschätzt wird die Inhaltsproduktion. Denn Daten aus dem ERP reichen häufig nicht aus, um den Shop mit Bildern, Videos und Content zu versorgen. Für das muss vorher die Datenstrategie definiert werden.

Ist Shopify für den Schweizer Markt gut vorbereitet?

Shopify ist für den Schweizer Markt vorbereitet. Ohne grossen Vorkenntnisse kann sofort mit dem Erfassen der Produkte begonnen werden. Wenn es schnell gehen muss, ist es möglich, einen Shop innert zwei Wochen Time to Market mit Kreditkarten Anbindung zu sein. Dies ist sehr schnell. Standard Zahlungssysteme sind vorhanden. Auch TWINT. Aufwendiger wird es aber für Postfinance oder Datatrans Verbindungen. Häufig müssen für solche Dienste Drittanbieter wie Wallee installiert werden. Was auch entscheidend ist, in der Schweiz ist Shopify Payment nicht verfügbar. Dies macht das ganze viel komplizierter.

Auch zu beachten ist, Shopify ist nicht mehrsprachig. Meistens müssen mehrere Shops oder eine zusätzliche Software für die Mehrsprachigkeit betrieben werden. Es gibt keine offizielle Ansprechperson für die Schweiz. Es gehört in die DACH Region. Somit sind Schweizer Shop Betreiber ein kleines Licht innerhalb des Marktes. Deutschland hat keine Ahnung vom Schweizer Markt und von den Schweizer Bedürfnissen. Multi-Currency Check-out gibt es nicht. Da Shopify Payment nicht verfügbar ist. Die Daten liegen nicht in der Schweiz. Es kann auch nicht ausgewählt werden, wo die Daten abgelegt sind. ERP Anbindungen sind nur in schlechter Qualität vorhanden.

Kennzahlen zu Shopify

Shopify hat einen Marktanteil 32 %. Dieser Marktanteil bezieht sich nicht auf die Schweiz, sondern Global. Im Vergleich WooCommerce, der WordPress im Rücken hat, kommt auf einen Marktanteil von 23 %.

Heute ist Shopify ein etablierter Anbieter in allen Branchen, sowohl für B2C als auch für B2B. Bereits 1,75 Mio. Shops waren Ende 2020 aktiv. Es wird erwartet, dass im 2022 bereits über 2 Mio. Shops über Shopify laufen. Nicht nur kleine Shops, mit kleinen Umsätzen, sind dort zu finden, sondern immer mehr auch grössere.

Wo gibt es Probleme mit Shopify

Die Grenze von Shopify liegt bei rund 20 Millionen Umsatz. Die mit einem Shop mit der Technologie Shopify gemacht wird. Eine weitere grosse Herausforderung ist das fehlende Multi Currency. Das heisst, Mehrfachwährung kann nicht angeboten werden.

Vorteile von Shopify

  • Schneller Start möglich.
  • Niedrige Investition.
  • Viele integrierte Kanäle (Google Shopping, usw. ).
  • Einfach skalierbar bis zu einem gewissen Grad.
  • Der Checkout ist sehr stabil. Dieser funktioniert immer auf Mobil und Desktop.
  • Vorteil: Sicherheit, Updates, Plug-in Updates und Core Update, gibt es eigentlich nicht. Ausser der Shop ist komplett umgestaltet im Design.

Nachteile von Shopify

  • QR Rechnung ist nicht möglich.
  • Der Shop gehört nicht dir.
  • Keine gültige Kreditkarte, die Mietgebühr nicht bezahlt, schaltet Shopify ab. Eine Zahlung auf Rechnung gibt es nicht .
  • Abhängigkeit vom Hersteller zu 100 % wenn Shopify die Spielregeln ändert, ist man ausgeliefert.
  • Kosten monatlich.
  • Alle Zusatz Funktionalitäten kosten auch monatlich.

Vorteile eines Kaufsystems

  • Beim Kauf gehört alles dir. Volle Kontrolle.
  • Die Daten bleiben bei der Kaufsoftware. Beim Schweizer Hoster.
  • Bei Open Source Kauflösungen sind individual Entwicklungen möglich.
  • Jede Individualentwicklung möglich.

Nachteile des Kaufsystems:

  • Hoher Wartungsaufwand und dadurch auch höhere Kosten. Man muss sich auch aktiv darum kümmern.
  • Aufwendig skalierbar.
  • Damit die Performance bei Spitzen hoch ist, ist der Shop über das Jahr sehr teuer.
  • Höhere Anfangsinvestition.

Bei Shopify gibt praktisch keine Ausfälle. 60 Bestellungen in der Minuten können problemlos abgewickelt werden. Bei WooCommerce sind diese Spitzen, wie Blackfriday eine Herausforderung. Die Anfangsinvestitionen sind viel höher, für den Start und den Aufbau eines Online-Shops.

ERP Anbindung schwierig

Alle Optionen per API in und aus dem System sind kein Problem. Keine saubere Integration von Shopify an das ERP ist möglich. Im Moment kann dies halbwegs bexio und Xentral. Bei Xentral sind Lagerhaltung, Buchhaltung, Produkte Abgleich und Bestellungen sind mit dem ERP möglich. Dieses ERP wird von Nikin verwendet.

Fazit

Einfach starten mit einem Miet-Online-Shop von Shopify ist sicher für viele klein und mittlere Unternehmen interessant. Auch Social Commerce mit Facebook ist viel einfacher zu integrieren, als mit anderen Shop Systemen. Dieses Online-Shopsystem wird sich bestimmt in den nächsten Jahren noch weiter entwickeln.