Gender Selling

Gender Selling ist im E-Commerce sehr wichtig und darf auf keinen Fall vernachlässigt werden. Alte Einstellungen und Vorstellungen, wie Männer zeigen keine Gefühle, Frauen trinken Prosecco und der Indianer kennt kein Schmerz, sind heute nicht mehr Zeit gemäss.

Heute begegnen sich beide Geschlechter auf Augenhöhe. Sei es im Haushalt, bei der Kinderbetreuung und auch bei der Arbeit. Auch im E-Commerce ist Gender Selling ein grosses Thema. Denn es ist sehr wichtig, dass man dies in der Konzeption des digitalen Geschäftsmodells berücksichtigt. Aber auch in der Umsetzung ist die Berücksichtigung von Gender Selling sehr wichtig.

Untersuchungen zeigen, das Einkaufsverhalten von Frauen und Männern unterscheidet sich massgeblich in allen Facetten entlang des Kaufprozesses. So können beim Ansprechen der Frauen viele Fehler gemacht werden. Wer denkt, alles was um Frauen oder Mädchen geht muss Pink sein, ist auf dem falschen Weg. In der Realität fühlen sich Frauen oft nicht richtig verstanden und sind mit den Leistungen der Unternehmen unzufrieden. 

Warum dürfen Frauen nicht vergessen werden?

In den meisten Familien entscheiden Frauen über die Finanzen und den Einkauf. Wenn an sich den Kaufprozess detailliert anschaut, entscheiden 60 % der Frauen über ein neues Auto, 71 % bestimmen die Ferien und das Ferienziel, 80 % welche Krankenkasse und Gesundheitsleistungen versichert werden und 89 % über die Bank. Wie aus dieser Aufstellung ersichtlich ist, haben Frauen grossen Einfluss und sind die Entscheider in den Familien. Zudem belegen auch Studien, dass Frauen gegenüber Unternehmen loyaler und empfehlen Unternehmen wesentlich mehr als Männer. Den Frauen für mehrere Personen im Haushalt ein. Im Durchschnitt sind das drei oder sogar noch mehr Personen. Somit entscheidet sie über das Produkt und die Marke. Ihre Präferenz gibt sie anderen Personen im Haushalt weiter. Spontankäufe sind bei Frauen um ein Vielfaches höher als bei den Männern. Auch Kundenbindungsprogramme nehmen Sie eher in Anspruch als Männer. Dadurch ist die Stammkundenbindung bei Frauen um einiges höher als bei Männern.

Die Kaufkraft der Frauen

Wenn man sich die Kaufkraft der Frauen anschaut, entwickelt sich diese rasant noch oben. Bis 2020 halten Frauen 72 Billionen $ in den USA. Grossbritannien sagt, bis 2025 sind Frauen reicher als Männer. Man kann es sich als Unternehmen nicht leisten, diese Kundengruppe nicht zu bearbeiten oder sogar zu ignorieren. Aus diesem Grund ist es entscheidend, Frauen auch im E-Commerce richtig anzusprechen und zu verstehen, wie sie an das Unternehmen gebunden werden können. 

Wie unterscheiden sich Frauen und Männer beim Kaufprozess?

Männer informieren sich auf der Suche nach einem Produkt oder Dienstleistung meist ausführlicher, bevor der Mann ein Geschäft oder Online-Shop aufsucht. Der Einkauf selbst soll so effizient wie nur möglich ablaufen. Das persönliche Verkaufsgespräch ist zwar wichtig, aber nicht in seinem Fokus. Im Fokus stehen Zahlen, Daten und Fakten. Das Kundenleitsystem im Laden oder Benutzerführung im E-Commerce muss so ausgereift sein, dass ein selbstständiger Einkauf unkompliziert möglich ist. 

Frauen sind ganz anders, Sie informieren sich meist direkt am Point of Sales (POS), Social Media, Internet oder auch im Online-Shop. Sie will das perfekte Produkt oder Dienstleistung. Dafür braucht sie aber mehr Zeit für die Kaufentscheidung als Männer. Frauen probieren mehrere Produkte aus und besuchen auch mehrere Geschäfte und digitale Kanäle, bis sie sich entscheiden. Die Beratung muss, wenn möglich, für Sie persönlich sein.

Zusammenfassend kann man sagen, Gender Selling ist auch im E-Commerce nicht zu vernachlässigen. Mit der richtigen Kunden- und Marktorientierung können beide Geschlechter zu Stammkunden entwickelt werden. 

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